CDU Kreisverband Wesel

Brohl fordert mehr Personal fürs Kreishaus

Ein Haus ist nicht im Handumdrehen gebaut. Im Kreis Wesel werden allerdings Geduld und Nerven vieler Bauherren in den kleineren Gemeinden erheblich überstrapaziert, weiß Ingo Brohl und redet Klartext: „Das muss schnellstens besser werden“. Der CDU-Landratskandidat für den Kreis Wesel gibt damit die Richtung vor für die Zeit, in der er nach seinem Wahlerfolg am 27. September die Führung der Kreisverwaltung übernehmen will.

Thomas Ahls (Alpen) und Heiko Schmidt (Sonsbeck) haben dem CDU-Landratskandidaten eindringlich die Probleme im Bereich Bauen mit auf den Weg gegeben

Dabei ist der Grund für die Misere gar nicht in den Rathäusern zu finden, sondern im Kreishaus: Diese Aufgaben übernimmt der Kreis Wesel für die kleineren Kommunen im Kreis. „Wir wissen allerdings, dass dort in der Bauverwaltung gutes Personal arbeitet“, betont Alpens Bürgermeister Thomas Ahls. Auch seine Amtskollegen Heiko Schmidt (Sonsbeck) und Mike Rexforth (Schermbeck) haben weder an Kompetenz noch an Engagement der Kreis-Mitarbeiter etwas auszusetzen. Aber im Kreishaus gebe es schlichtweg zu wenig Personal für die gestellten Aufgaben.

Frank Berger, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, fasst seine Erfahrungen pointiert zusammen: „Das Problem hat einen Namen – Ansgar Müller. Noch Landrat des Kreises Wesel“. Berger: „Wir haben Dr. Müller in den zurückliegenden Jahren mehrfach aufgefordert, diesen Bereich der Kreisverwaltung zu stärken. Wir haben vorgeschlagen, um die durchweg guten Leute eine leistungsstarke Bauverwaltung aufzubauen. Aber leider hat Dr. Müller immer Argumente vorgeschoben, mit denen er unsere Vorschläge ins Leere laufen ließ. Dabei haben wir mit der politischen Mehrheit im Kreistag in den letzten drei Jahren den Stellenplan der Kreisverwaltung kontinuierlich erweitert. Die Bauverwaltung hat Verwaltungschef Dr. Müller allerdings leider mit keinem der zusätzlichen Mitarbeitenden verstärkt.“

Ingo Brohl hat nach dieser Entwicklung einen Punkt ganz oben auf die Liste der Aufgaben gesetzt, um die er sich mit der Wählermehrheit im Rücken nach seiner Wahl zum neuen Landrat am 27. September kümmern wird: „Ich will mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Kreishaus. Gezielt in bestimmten Bereichen mit Personalknappheit wie im Baubereich. Aber auch aus grundsätzlichen Überlegungen: Die demographische Kurve zeigt heute ganz deutlich, dass wir jetzt junge Menschen in unsere Verwaltung holen müssen. Nur so können wir auch langfristig sicherstellen, dass die Verwaltung ihre Aufgaben so erfüllen kann, wie es die Menschen verdienen. Weiter möchte ich Prozesse verschlanken, um die Mitarbeiter von unnötigen Schritten zu entlasten, Arbeit zu effektiveren und schnellere Entscheidungen zu bekommen.“